Es ist höchste Zeit fĂŒr ein neues chinesisches Rezept! Diesmal gibt’s einen super saftigen chinesischen Burger mit ganz zartem, aromatischen Schweinebauch. Sooo lecker! Eben typisch chinesisches Street Food. đ
Der saftigste Schweinebauch ever!
Rou Jia Mo (èć€čéŠ) bedeutet wörtlich ĂŒbersetzt: Fleisch von einem Brötchen gehalten und kommt ursprĂŒnglich aus der Provinz Shaanxi, wo in der NĂ€he der Hauptstadt Xi’an ĂŒbrigens die weltberĂŒhmte Terrakotta-Armee zu finden ist. Von Shaanxi aus hat der Burger dann seinen Siegeszug genommen und ist zu einer der beliebtesten Street Food Speisen Chinas geworden.
UrsprĂŒnglich wird er mit Schweinefleisch zubereitet, je nach Region aber auch mit Rind- oder Lammfleisch. Gekocht wird der Schweinebauch in einer super aromatischen BrĂŒhe, die schonmal locker 20 verschiedene GewĂŒrze und weitere Zutaten beinhalten kann. Hier hat quasi jeder Koch sein eigenes Geheim-Rezept.
Nachdem der Schweinebauch fĂŒr ca. 2-3 Stunde in der BrĂŒhe geköchelt hat ist er ganz zart und schon richtig saftig. Bevor er dann in den Burger Bun kommt wird er noch kleingehackt und mit ein paar Esslöffeln der BrĂŒhe gemischt, was ihn einfach super mega saftig und noch aromatischer macht! Besser gehts eigentlich gar nicht mehr! đ
Du kannst den Burger natĂŒrlich jetzt schon einfach pur nur mit dem Fleisch genieĂen oder je nach Geschmack noch GemĂŒse oder KrĂ€uter hinzufĂŒgen. HĂ€ufig werden noch Paprika und Jalapeño zusammen mit dem Schweinebauch kleingehackt, was dem Ganzen noch einen knackigen Biss und etwas SchĂ€rfe hinzufĂŒgt. KoriandergrĂŒn sorgt zusĂ€tzlich noch fĂŒr Frische. Wer keinen Koriander mag, kann z.B. auch FrĂŒhlingszwiebel fein hacken und mit unter das Fleisch mischen.

Die Master BrĂŒhe
Das Geheimnis des super aromatischen Geschmacks des Schweinebauchs ist die BrĂŒhe (〿±), in der er gekocht wird. Sie besteht aus Wasser, Sojasauce, Reiswein, Kandiszucker und jeder Menge verschiedener GewĂŒrze. In ihr wird normalerweise aber nicht nur Schwein, sondern z.B. auch HĂ€hnchen, Rind oder Ente gekocht.
Je Àlter, desto besser
Diese BrĂŒhe wird jedoch nicht nur einmal benutzt und dann einfach weggekippt, sondern sie wird stattdessen fĂŒr die verschiedensten chinesischen Fleischgerichte immer wieder aufs Neue verwendet â teilweise sogar ĂŒber Jahre und Jahrzehnte hinweg.
Durch die hĂ€ufige Verwendung nimmt das darin gekochte Fleisch jedes Mal aufs Neue den Geschmack der BrĂŒhe an und gibt gleichzeitig auch seinen eigenen Geschmack an sie ab. Dadurch entwickelt sich im Laufe der Zeit ein immer intensiveres Aroma, sodass die BrĂŒhe geschmacklich zunehmend dichter, komplexer und vollmundiger wird.
Aufbewahrungstipps fĂŒr deine Master BrĂŒhe
Damit man die Master BrĂŒhe hĂ€ufiger benutzen kann und sie nicht verdirbt, muss sie vor der Aufbewahrung nochmal aufgekocht und anschlieĂend gefiltert werden. Am besten durch ein mit KĂŒchenpapier ausgelegtes, feines Sieb.
Die BrĂŒhe kann nun in einer Glasflasche oder einem anderen verschlieĂbaren GefÀà im KĂŒhlschrank fĂŒr 3-4 Tage aufbewahrt werden. Wenn man sie nicht so hĂ€ufig benutzt sollte sie aber besser in einer Plastikbox eingefroren werden. Dann hĂ€lt sie sich auch locker 2-3 Monate.

Perfekte Buns dank Teigrollen-Trick
Wenn man Burger Buns bzw. eine Teigtasche zubereitet, kann man natĂŒrlich einfach eine Kugel formen und sie dann ausrollen, so wie man es gewohnt ist. Dabei passiert es aber oft, dass die Form nicht so schön rund wird und der Teig an manchen Stellen dicker ist als an anderen.
Mit dieser Technik gelingt die ideale Form
Um das zu vermeiden habe ich einen tollen Trick fĂŒr die Bun-Zubereitung gelernt. Die portionierten TeigstĂŒcke mĂŒssen zunĂ€chst einfach zu einer Rolle geformt werden, dann zu einer langen Zunge ausgerollt, anschlieĂend aufgerollt werden und am Ende wird das aufgerollte TeigstĂŒck einfach mit der flachen Hand platt gedrĂŒckt. Wenn nötig noch ein wenig mit dem Teigroller ausrollen. Fertig! Echt super praktisch. đ
Und nun bin ich gespannt, wie du diese chinesischen Burger findest!? Ich freue mich auf deinen Kommentar. đ

- 500g Schweinebauch am StĂŒck oder in zwei Teile geschnitten
- 2EL chinesischer Reiswein bzw. Kochwein
- 1EL helle Sojasauce
- 1TL dunkle Sojasauce
- 1TL Fenchelsamen
- 1TL Sichuanpfeffer
- 2 Knoblauchzehen
- 3 Scheiben Ingwer
- 3 FrĂŒhlingszwiebeln, in grobe StĂŒcke geschnitten
- 2 LorbeerblÀtter
- 2 Sternanis
- 1 StĂŒck Cassia-Zimtrinde
- 5 getrocknete Chilischoten
- 3 Nelken
- 1 schwarze oder grĂŒne Kardamom Kapsel
- 1EL weiĂer Kandiszucker
- 1TL Meersalz
- 300g Mehl (Typ 405)
- 150ml Wasser
- 1TL Trockenhefe
- ½ TL Backpulver
- ½TL Meersalz
- 1 grĂŒne Paprika
- 1 Jalapeño
- frischer Koriander
- Den Schweinebauch in einen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken. Einmal zum Kochen bringen und bei mittlerer Temperatur 5 Minuten köcheln lassen. Den Schweinebauch aus dem Topf nehmen und unter kaltem Wasser abwaschen. Den Topf entleeren und sÀubern.
- Den Schweinebauch zurĂŒck in den Topf geben, wieder mit kaltem Wasser bedecken und alle weiteren Zutaten fĂŒr den Schweinebauch dazu geben.
- Alles einmal aufkochen und dann bei mittlerer Hitze fĂŒr ca. 2-3 Stunden köcheln lassen.
- Der Schweinebauch ist fertig, wenn man ihn mit einer Gabel leicht zerteilen kann.
- Das Mehl mit Hefe, Salz und Backpulver mischen.
- Das Wasser hinzugeben und in einer KĂŒchenmaschine oder von Hand 10 Minuten gut durchkneten, bis ein elastischer Teig entstanden ist.
- Den Teig in der RĂŒhrschĂŒssel abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen bzw. bis sich das Volumen verdoppelt hat.
- Danach auf einer bemehlten ArbeitsflĂ€che nochmals gut durchkneten, eine Rolle formen und in acht gleich groĂe StĂŒcke schneiden.
- Die StĂŒcke zu Kugeln formen und zu ca. 1cm dicken, runden, gleichmĂ€Ăigen Teigfladen mit ca. 10cm Durchmesser ausrollen.
- Alternativ die einzelnen TeigstĂŒcke zu einer Rolle formen, dann zu einer langen Zunge ausrollen, anschlieĂend aufrollen und am Ende das aufgerollte TeigstĂŒck einfach mit der flachen Hand platt drĂŒcken. Wenn nötig noch ein wenig mit dem Teigroller ausrollen.
- Die fertig geformten Teigfladen abgedeckt nochmal ca. 20 Minuten gehen lassen.
- Eine groĂe Pfanne ohne Ăl auf mittlerer Hitze erhitzen, die Teigfladen hineingeben und bei geschlossenem Deckel von jeder Seite ca. 5 Minuten langsam anbraten bis sie etwas angebrĂ€unt sind. Gegebenenfalls zwischendurch nochmal wenden.
- Den fertigen Schweinebauch zusammen mit der grĂŒnen Paprika, Jalapeño und frischem Koriander klein hacken.
- Die gehackte Mischung in eine SchĂŒssel geben und etwas von der BrĂŒhe mit dazugeben und alles gut vermischen. Das macht es besonders saftig und noch aromatischer!
- Die Teigfladen zu ca. ⅔ aufschneiden und mit dem gehackten Schweinebauch fĂŒllen.
Die BrĂŒhe solltest du unbedingt aufbewahren und beim nĂ€chsten Mal wieder zum Kochen des Schweinebauchs verwenden. Der Geschmack wird so von Mal zu Mal immer besser. Da die BrĂŒhe beim Kochen jedes Mal einreduziert kannst du die fehlende FlĂŒssigkeit vor dem nĂ€chsten Kochen einfach durch etwas Wasser ersetzen. Zum Aufbewahren die BrĂŒhe durch ein Sieb filtern und in einer Glasflasche im KĂŒhlschrank aufbewahren, oder in einer Plastikbox einfrieren.
- Alkoholisches GetrÀnk zum Kochen, China Shao Xing Kochwein
- Der Klassiker aus China: Die Sojasauce gilt als eine der Grundzutaten der asiatischen KĂŒche und begeistert mit ihrer einzigartigen salzigen WĂŒrze
- Der Klassiker aus China: Die Sojasauce gilt als eine der Grundzutaten der asiatischen KĂŒche und begeistert mit ihrer einzigartigen salzigen WĂŒrze
- ORIGINAL SZECHUAN PFEFFER wird auch Sichuan Pfeffer, Anis Pfeffer, Chinesischer Pfeffer, oder Zitronenpfeffer genannt. Szechuanpfeffer leitet sich aus dem Namen der zentralchinesischen Provinz Sichuan ab, wo dieser beheimatet ist.
- Premium Sternanis ganz 250g (Star Anise). Im wiederverschlieĂbaren Aromabeutel verpackt. Azafran Sternanis ist intensiv im Geruch und Geschmack. Er wird frisch in Deutschland abgefĂŒllt und ist ohne Zusatz von GeschmacksverstĂ€rkern und kĂŒnstlichen Aromen.
- Fenchel hat einen ausgeprĂ€gten, anis-Ă€hnlichen, sĂŒĂen Geschmack und rundet Gerichte hervorragend mit einem Hauch von SĂŒĂe ab
- Schwarzer Kardamom hat ein frisches, kampferartiges Aroma mit einem deutlichen Rauchgeschmack. Er wird fĂŒr wĂŒrzige indische Gerichte verwendet.
Letzte Aktualisierung am 24.03.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
HINWEIS
Die mit einem Amazon Symbol versehenen Links sind Amazon-Affiliate Links. Wenn du etwas darĂŒber bestellst, hat das fĂŒr dich keine negativen Konsequenzen! Ich bekomme von Amazon bei Bestellung ĂŒber solch einen Link eine kleine Werbekostenerstattung, die in die Betreibung dieses Blogs flieĂt. Danke fĂŒr deine UnterstĂŒtzung und weiterhin viel SpaĂ auf meinem Blog. đ
Sascha R. sagt
Hi Lars,
ohne Flax ist das ein derart geniales Rezept, dass ich es unbedingt ausprobieren muss!
Ich war im Februar fĂŒr einige Tage beruflich in China und fand das traditionelle Essen wahnsinnig gut!
Vielen Dank fĂŒr die Inspiration, ich bin gespannt (y)
Viele GrĂŒĂe,
Sascha
Lars sagt
Hi Sascha,
cool, das freut mich zu hören. Authentische, chinesische KĂŒche ist einfach mit die Beste! Wenn du es ausprobiert hast, bin ich aber auch auf dein Feedback gespannt. đ
GruĂ
Lars
Julia sagt
Rezept wurde heute getestet. Das Fleisch hat knapp 3 Stunden gebraucht bis es auseinander fiel. Habe es spĂ€ter zerrupft und mit Karottenstiften,grĂŒnen PaprikawĂŒrfeln und FrĂŒhlingszwiebeln im Topf kurz angeschmort. WĂ€hrend die Brötchen in der Pfanne waren. Mit Sesamöl, Sojasauce und WokgewĂŒrz abgeschmeckt. WĂŒrde das Rezept so nochmal machen,aber ohne Zimt und Anis. Hat aber trotzdem lecker geschmeckt. Dazu zum Belegen habe ich noch ein paar Cocktailtomaten klein gewĂŒrfelt. Macht die Sache etwas frischer. Die Brötchen wĂŒrde ich in 4 Teile teilen. Dann sind sie gröĂer und fluffiger. Da wir immer rum experimentieren,gab’s noch ein Klecks Barbecuesauce drauf. Sehr lecker. Der Aufwand hat sich gelohnt ??
Lars sagt
Hi Julia,
Zimt und Anis kann man natĂŒrlich weglassen, wenn man es nicht mag. Die Brötchen haben traditionell nicht so groĂe AusmaĂe. Aber spricht auch nichts dagegen sie gröĂer zu machen. Die ganzen extra GewĂŒrze braucht’s meiner Meinung nach nicht, da der hauptsĂ€chliche Geschmack ja aus der BrĂŒhe kommt, die man auch spĂ€ter noch zum kleingehackten Fleisch gibt. Aber solange es dir am Ende gut geschmeckt hat, ist doch alles gut. đ
Thomas sagt
Die fĂŒnf getrockneten Chilis fĂŒhren auf jeden Fall zu einer ordentlichen SchĂ€rfe.
Hier sollte man je nach Wunsch auf jeden Fall anpassen und ggf. ein paar weniger verwenden.
Ansonsten sehr leckeres Rezept
Lars sagt
Hallo Thomas,
freut mich, dass es dir geschmeckt hat!
Genau, den SchÀrfegrad kann man individuell anpassen.
Niklas H sagt
Geschmacklich auf jeden Fall sehr interessant. In Zukunft werde ich einmal eigene Varianten testen (die BrĂŒhe bleibt aber). Zimt und Sternanis kommen sehr durch, was aber nicht unbedingt schlecht (man muss beides eben lecker finden) sondern fĂŒr mich eher aufregend ist. Beim nĂ€chsten Mal lass ich auf jeden Fall das Fleisch noch ĂŒber Nacht in der BrĂŒhe durchziehen.
〿± heiĂt ĂŒbrigens nicht „tausendjĂ€hrige SoĂe“ sondern schlicht und ergreifend „SoĂe/Marinade/BrĂŒhe“ bzw. wortwörtlich „BrĂŒhsaft“.
Lars sagt
Hi Niklas,
danke fĂŒr dein Feedback und den Hinweis. Es stimmt, dass 〿± nicht „tausendjĂ€hrige SoĂe“, sondern BrĂŒhe bedeutet. Da hat sich bei mir eine kleine Ungenauigkeit eingeschlichen. Ich habe es korrigiert und belasse es nun auch bei BrĂŒhe bzw. Master Stock.
GruĂ
Christian Gattiker sagt
Danke fĂŒr das inspirierende Rezept!
Ich wage mich jetzt erstmal an die Brötchen.
Schöne GrĂŒsse aus ZĂŒrich
Lars sagt
Sehr gerne! Ich bin optimistisch, dass sie gelingen werden. đ
Viele GrĂŒĂe