Heute gibt’s einen absoluten Klassiker der chinesischen Küche: Rührei mit Tomaten. Ganz simpel, ganz schnell, ohne Schnick Schnack, super saftig, super lecker! Echtes Soulfood eben. Einfach Yummy! 😛
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Gutes kann so einfach sein: chinesisches Rührei mit Tomaten
Rührei mit gebratenen Tomaten, oder auch 番茄炒蛋 (fān qié chǎo dàn), hört sich im ersten Moment vielleicht nicht so spektakulär an. Ist es vom Prinzip auch nicht, aber diese Kombination von fluffigem, weichen Ei mit der leicht süß-sauren Sauce aus geschmorten Tomaten ist der Wahnsinn! Das passt einfach perfekt zusammen.
Und dabei ist es so mega simpel! Gerade einmal vier Zutaten, Ei, Tomate, Salz und Zucker reichen aus, um ein Gefühl von Glückseligkeit auszulösen. Etwas Reis dazu und fertig ist eine komplette Mahlzeit. Dieses chinesische Nationalgericht ist zu einer meiner Lieblingsspeisen geworden, wenn es mal schnell gehen muss.

Für ein perfektes Ergebnis solltest du jedoch ein paar Kleinigkeiten beachten:
- Die Eier müssen richtig gut verquirlt und schaumig aufgeschlagen werden.
- Die Eier in einer richtig heißen Pfanne mit Öl ganz kurz anbraten und grob auseinanderzupfen.
- Die Tomaten langsam mit geschlossenem Deckel schmoren und wenn sie weich sind mit einem Pfannenwender etwas zerdrücken. So entsteht eine saftigere Sauce.
Was gibt’s bei dir, wenn’s schnell gehen muss? 🙂

Häufige Fragen zum chinesischen Rührei mit Tomaten
Warum ist das Gericht in China so beliebt?
番茄炒蛋 (fān qié chǎo dàn) ist in China so etwas wie unser Spiegelei mit Bratkartoffeln: Fast jeder hat es als Kind bei Mama gegessen, und für viele ist es das erste Gericht, das sie selbst kochen lernen. Es ist günstig, schnell gemacht und schmeckt einfach nach Zuhause. Leserin Ming hat mir sogar geschrieben, dass mein Rezept schmeckt wie bei ihrer Mutter, ein schöneres Kompliment gibt es für mich nicht.
Wozu kommt Zucker an das Rührei?
Der Zucker gleicht die Säure der Tomaten aus und sorgt für die typische, leicht süß-saure Note. Wie viel du nimmst, hängt von deinen Tomaten ab: Je säuerlicher sie sind, desto mehr Zucker darf es sein. Im Norden Chinas wird das Gericht übrigens meist herzhafter gekocht, in Shanghai eher süßer.
Welche Tomaten eignen sich am besten?
Nimm reife, aromatische Tomaten, sie geben die meiste Sauce. Wer es besonders fein mag, häutet die Tomaten vorher: Unten kreuzweise einritzen, kurz mit kochendem Wasser übergießen und die Haut abziehen. Außerhalb der Tomatensaison helfen ein Esslöffel Tomatenmark oder ein Spritzer Ketchup, den Geschmack zu intensivieren. Das machen übrigens auch viele Chinesen so.
Wie wird das Ei besonders fluffig?
Das Wichtigste ist, die Eier richtig schaumig zu schlagen und in einer sehr heißen Pfanne nur ganz kurz anzubraten. Das Ei sollte noch nicht ganz gestockt sein, wenn du es aus der Pfanne nimmst, es gart später in der Tomatensauce weiter. Manche geben noch einen kleinen Schuss Wasser oder Shaoxing-Wein zu den Eiern, das macht sie noch lockerer.
Was passt dazu?
Am klassischsten ist gedämpfter Reis*. Am besten gibst du das Rührei mit der Sauce einfach direkt auf den Reis, so wird Tomatenreis mit Ei in China gerne als schnelles Mittagessen gegessen. Es schmeckt aber auch mit Nudeln oder Mantou. Und wenn du ein ganzes chinesisches Menü kochen möchtest, passen gebratene grüne Bohnen mit Hackfleisch und Mapo Tofu super dazu.

- 2 Eier
- 250g Tomaten
- 1TL Zucker
- ½ TL Meersalz
- Öl (Raps- oder Erdnussöl)
- Die Eier aufschlagen und in einer Schüssel mit einer Gabel, Schneebesen oder Stäbchen gut verquirlen und schaumig schlagen.
- Die Tomaten grob in Stücke schneiden.
- Die verquirlten Eier in eine heiße Pfanne mit etwas Öl geben und ca. 30 Sekunden anbraten. Währenddessen die Eier mit einem Pfannenwender grob in Stücke zerteilen. Danach aus der Pfanne nehmen und bis zur Weiterverwendung zurück in die Schüssel geben.
- Nun die Tomatenstücke in der Pfanne mit etwas Öl bei mittlerer Hitze anbraten. Salz und Zucker sowie das Rührei hinzugeben, alles vorsichtig vermischen und mit geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten schmoren. Wenn die Tomaten weich sind mit einem Pfannenwender etwas zerdrücken und zwischendurch einmal alles durchrühren.
Je nach Geschmack kannst du noch etwas Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Sesamöl oder Sojasauce hinzufügen.
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Ina sagt
Nach unserer Rückkehr aus Shanghai in 2014 habe ich mehrmals nach diesem Rezept im Netz gesucht, aber nie eines gefunden, was einfach authentisch genug war, um mich an die Zeit in China zu erinnern. Heute musste es in der Küche schnell gehen und außerdem mussten die Tomaten weg…da fiel es mir wieder ein. Nach den vorherigen Fehlschlägen habe ich also wieder mal eine Suchmaschine losgeschickt und bin über Deinen Blog gestolpert. Ich bin begeistert! Es schmeckt wirklich „echt“! Mein Mann hat den Rest bekommen und sagte direkt nach dem ersten Happen: Nee echt! Wie in Shanghai! 😀
Morgen werde ich gleich Rippchen beim Metzger bestellen für die süß-sauren Rippchen und auch die Suppe mit Lamian kommt demnächst in den Topf!
Super Blog! Weiter so und gerne mehr chinesische Rezepte! 🙂
Lars sagt
Hallo Ina,
das freut mich total, dass euch das Rezept an eure Zeit in Shanghai zurückerinnert hat. Habt ihr dort eine Zeit gelebt oder Urlaub gemacht? Ich möchte auch wieder nach China reisen, sobald es mal wieder „normal“ möglich ist.
Ich bin dann gespannt wie euch die Rippchen und Suppe schmecken. Es kommen auf jeden Fall in nächster Zeit auch noch mehr authentische chinesische Rezepte. 🙂
LG
Ina sagt
Wir waren für fast drei Jahre beruflich dort. War eine grandiose Zeit mit vielen sehr schönen Erfahrungen! Ja, hoffentlich kann man bald wieder uneingeschränkt reisen, dann müssen wir auch mal wieder hin!
Wie mir die Rippchen gelungen sind, werde ich dann berichten 🙂
LG
Lars sagt
Ah, sehr cool. Ich könnte mir auch vorstellen eine gewisse Zeit in China zu arbeiten. Mal sehen was die Zukunft noch so bringt. 😉
Freue mich auf deinen Bericht. Am besten dann direkt unter den Rippchen. 😀
LG
Birk Reinhard sagt
Hallo Lars, vielleicht kannst Du mir weiterhelfen bei der Suche nach einem Rezept. Ich bilde mir ein
das ich auf Deiner „Chinaseite“ sowas gesehen hätte. Jetzt aktuell nichts vorhanden, vielleicht irre
ich mich wirklich. Es geht um ein Rindfleischgericht in Streifen, pikant, knusprig mit Chilli oder so
ähnlich. In der Schweiz wurde so was ähnliches auf einer stark erhitzten Gussplatte serviert.
Da wir in der Steiermark (lebe jetzt in Österreich) keine authentische China Restaurants haben, wollten wir uns das selber zubereiten. Vielleicht hast Du uns ein Tipp dazu.
Das süßsaure Schweinefleisch haben bereits getestet, war super lecker, yam yam.
Liebe Grüße aus der Steiermark,auch bei uns gibt es sehr gute Weißweine!
Christine und Reinhard Birk 🇦🇹🇨🇭
Ming sagt
Wieder ein tolles Rezept von dieser Seite. Schmeckt wie bei meiner Mutter, wenn nicht sogar einen Tick besser (😮 weil Mütter ja gerne mal improvisieren, haha). Sehr authentisch!
Lars sagt
Danke dir für das Kompliment! 🙂